Nach sachgerechter Gewinnung der unterschiedlichen Probenmaterialien bitten wir Sie, die gewünschte Untersuchung auf dem mikrobiologischen Anforderungsschein eindeutig zu vermerken.
Bei diesem Untersuchungsauftrag wird das Untersuchungsmaterial auf standortspezifische pathogene Erreger untersucht. Die Keimzahlangabe erfolgt in der Regel semiquantitativ. Bei klinischer Relevanz wird eine Mikroskopie und Resistenzbestimmung durchgeführt.
Pilze sind hier nicht immer gesichert nachweisbar; bei Verdacht bitte gesondert anfordern!
Die Befundung erfolgt meist nach 2 Tagen. Wichtige Zwischenergebnisse werden umgehend telefonisch mitgeteilt oder gefaxt. Auch die Befundung von Blutkulturen erfolgt normalerweise nach 2 Tagen. Verzögertes Wachstum bis zum 7. Bebrütungstag (bei Endocarditis-Verdacht 28 Tage) wird als Nachbefund mitgeteilt.
Bei diesem Untersuchungsauftrag wird das Untersuchungsmaterial auf pathogene Hefe-/ Sprosspilze untersucht. Die Keimzahlangabe erfolgt je nach Untersuchungsmaterial quantitativ oder semiquantitativ, ggf. wird der Befund kommentiert. Eine routinemäßige Resistenzbestimmung wird nicht durchgeführt. Die Befundung erfolgt in der Regel nach 2 Tagen.
Bei diesem Untersuchungsauftrag wird das Untersuchungsmaterial auf Dermatophyten untersucht. Die Keimzahlangabe erfolgt semiquantitativ. Da es sich bei dieser Untersuchung um eine Langzeitkultur handelt, liegt der Befund circa nach 4 Wochen vor.
Bei diesem Untersuchungsauftrag wird das Untersuchungsmaterial auf Mykobakterien ("typische" und "atypische") untersucht. Der kulturelle Nachweis sowie die Untersuchung mittels Fluoreszenztechnik (BACTEC MGIT®) werden bis zu 8 Wochen durchgeführt. Die Befundung der Mikroskopie erfolgt am Tag des Probeneinganges (Teilbefund).
Bei diesem Auftrag erfolgt eine Untersuchung des Probenmaterials auf multiresistente Erreger mittels spezieller Nährmedien. Im Fall eines positiven Erstnachweises schließt sich zur weiteren Absicherung eine hochspezifische und sensitive PCR-Untersuchung (Polymerase-Chain-Reaction) an.
Einen Vergleich von MRSA-Stämmen führen wir in unserem Hause mittels spa-Typisierung durch, welche auf einer Zuordnung der hypervariablen X-Region des spa-Gens (DNA-Sequenz des Staphylococcus-Protein-A-Gens) zu einem MRSA-Typ beruht. Zusätzlich können MRSA-Stämme nach Absprache innerhalb weniger Wochen zur absichernden Typisierung mittels PFGE (Pulsfeld-Gel-Elektrophorese) zum Referenzlabor für Staphylokokken (Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn zu Prof. Dr. H.-G. Sahl) versandt werden. So lassen sich epidemiologische Zusammenhänge bei Auftreten von multiresistenten Erregern aufklären.