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Analysen

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Ansprechpartner

Dr. med. Sabine Drache
Tel.: 0231 · 9572 - 300
drachelabmed.de

Dr. rer. nat. Nicole Jachmann
Tel.: 0231 · 9572 - 333
jachmannlabmed.de

Leitung Analysebereich

Stefanie Zeidler
Tel.: 0231 · 9572 - 320

Hämostaseologische Sprechstunde

Prof. Dr. med. Paul Kiefer
kieferlabmed.de

 

HO - Hämostaseologie

Die Blutgerinnung wird von einem der komplexesten Systeme bewerkstelligt, die in der Biologie bekannt sind. Über 30 Faktoren spielen zusammen, um die lebenswichtige Balance zwischen Blutung und Thrombose zu regulieren. Kein Wunder, dass die meisten Ärzte froh sind, wenn sie bei der Behandlung ihrer Patienten mit Gerinnungsstörungen auf unseren qualifizierten Rat zurückgreifen können.

Zwischen Blutung und Thrombose

Unsere Abteilung Hämostaseologie liefert nicht nur quantitative Resultate, sondern hilft bei der fallbezogenen Interpretation, gibt auf Wunsch Empfehlungen zur Therapie und unterstützt die Spezifizierung der Untersuchungsanforderungen. Telefonate mit Kollegen in Klinik und Praxis prägen unseren Berufsalltag ebenso wie die wissenschaftliche Erarbeitung und Kontrolle der analytischen Arbeitsschritte.

Neben den bekannten aber seltenen ererbten Bluter-Krankheiten nehmen Fragestellungen aus der Intensivmedizin immer breiteren Raum in unserer Praxis ein, wobei schnelle Kommunikation zwischen dem behandelnden Arzt und dem Labormediziner entscheidend ist. In der operativen Medizin wächst das Bewusstsein, dass gute Resultate nur erreichen kann, wer auf mögliche Blutungskomplikationen vorbereitet ist. Mittlerweile gehört bei Chirurgen und Geburtshelfern etwa die Fragestellung "Von-Willebrand-Syndrom" zum klinischen Alltag. Bei dieser häufigsten Blutungsstörung ist eine besonders diffizile Diagnostik gefordert. Für Internisten stehen hingegen Erkrankungen mit erhöhter Thromboseneigung im Vordergrund, da man die betroffenen Patienten effektiv vor lebensbedrohlichen Embolien schützen kann. Hinter dem Kürzel "APC-Resistenz" verbirgt sich die häufigste genetische Erkrankung, die Ursache von Thrombosen ist. Allmählich setzt sich daher die Einsicht durch, Thrombose-Patienten daraufhin zu untersuchen, ob sie Träger einer angeborenen oder einer erworbenen Veranlagung sind. Bei positivem Befund kann eine Behandlung mit gerinnungshemmenden Medikamenten die Lebenserwartung deutlich verbessern. Wir führen in unserer Praxis umfassende molekulargenetische Untersuchungen zur Identifizierung von Risikopatienten durch.

Der Aufwand für gerinnungsanalytische Laboruntersuchungen ist hoch. Unser Team aus Ärzten und MTA's verfügt über umfangreiche Spezialkenntnisse, die dank hoher Untersuchungszahlen und ständiger Weiterbildung stetig fortentwickelt werden. Unser Labor hält eine Vielzahl von Mangelplasmen und Kontroll-reagenzien vor, was aus ökonomischen Gründen im Krankenhaus so nicht möglich ist. Neben den klassischen Methoden der Kugel-Koagulometrie werden drei Gerinnungsanalysegeräte eingesetzt, die aus einem einzigen Plasmatropfen eine Vielzahl von Faktoren bestimmen können. Ein Aggregometer untersucht Thrombozyten auf Funktionsstörungen. Hiermit können auch medikamenten-bedingte Störungen erfasst werden. So müssen vor Eingriffen in der HNO-Heilkunde häufig Aspirin®-induzierte Blutungsneigungen beurteilt werden. Bei Verdacht auf eine frische Thrombose werden auf dem Vidas®-Gerät so genannte D-Dimere bestimmt - eine sehr sensitive Methode, mit der klinische Fehldiagnosen berichtigt werden können. Daneben führen wir natürlich routinemäßig Therapie-überwachungen mittels Heparin- und Orgaran®-Spiegelbestimmungen durch. Mit einem Enzym-Immuno-Assay lassen sich heparininduzierte Thrombozyten-Antikörper nachweisen; eine gefürchtete Komplikation in der Intensivmedizin. Nur wenige labormedizinische Institute in Deutschland sind in der Lage, diese und andere Thrombozyten-Antikörper zu bestimmen.