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Adipositas / Übergewicht

Medizinischer Hintergrund

Übergewicht und die daraus resultierenden Folgen zählen zu den auf Dauer gesundheitsschädlichsten Belastungen des menschlichen Körpers, und sie stellen eine der bedrohlichsten Entwicklungen für die Gesundheitssysteme westlicher Staaten dar. Laut Statistischem Bundesamt ergab sich für 2009, dass bereits 51% der deutschen Bevölkerung an Übergewicht leiden.

Eine Vielzahl von Krankheiten wie Bluthochdruck, Diabetes, Schlaf- und Atembeschwerden werden unmittelbar mit einer Adipositas in Zusammenhang gebracht und häufig mit dem Begriff „metabolisches Syndrom“ beschrieben. Es ist nicht einfach, dieser Zivilisationskrankheit entgegenzuwirken. Mangelnde Bewegung, falsche Ernährung, psychologische Aspekte, die auf das Essverhalten Einfluss haben, Medikamente und Erkrankungen sind wichtige Faktoren, die zu Übergewicht führen können. Besonders alarmierend ist die steigende Zahl übergewichtiger Kinder.

Vorsorgeprofil und Handlungsoption

Um effektiv gegen überzählige Pfunde vorzugehen, müssen immer die Ess- und Lebensgewohnheiten überprüft und gegebenenfalls umgestellt werden. Daneben kann es jedoch ratsam sein, durch die hier aufgeführten labormedizinischen Analysen abzuklären, ob eventuell angeborene oder bereits erworbene Stoffwechselprobleme bestehen. Eine häufige Folge von Übergewicht ist beispielsweise eine Insulinresistenz, Diabetes Typ 2, die sich im Labor durch den so genannten HOMA-Index (Insulin-Glukose-Faktor) darstellen lässt. Im Falle eines diagnostizierten Diabetes müssen Ernährungsumstellungen zur Reduktion von Übergewicht unter Umständen mit Medikamenten begleitet werden.

Personenkreis und Indikation

  • Frauen und Männer, die den BMI (Body-Mass-Index) für ihre Größe und ihr Alter überschreiten
  • Kinder mit Übergewicht (Gewicht sollte bei Kindern jedoch nicht allein nach BMI beurteilt werden!)


Der Body-Mass-Index errechnet sich aus dem Körpergewicht, geteilt durch die Körpergröße in Metern zum Quadrat: BMI=Körpergewicht (kg)/Körpergröße (m)2. Als Leitlinie gelten die von der WHO (World Health Organisation) angesetzten Normwerte, die allerdings weder Alter noch Geschlecht berücksichtigen.

Im Internet können Sie beispielsweise auf der Seite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) Ihren persönlichen BMI in Korrelation zu Ihrem Alter und Geschlecht unter www.bzga-essstoerungen.de errechnen lassen.

Analysen

Ein Großteil dieser Untersuchungen stimmt mit dem Profil Basis-Check-Up überein. Sollten Sie diese Grunduntersuchung vornehmen lassen, bedarf es zur genaueren Abklärung von Adipositas nur der unter Pos. Nr. 11 und 12 aufgeführten Parameter. Bei Überschneidungen mit anderen Profilen werden Parameter niemals doppelt untersucht und/oder abgerechnet.

Materialhinweis
Probenentnahme nüchtern nach 12 Stunden Nahrungskarenz, wenn inkl. Pos. Nr. 1–10!

Pos. Nr. Untersuchungs- bezeichnung Untersuchungsziel Material GOÄ- Ziffer Preis in €
1 Blutbild groß mit Leukozyten- Differenzierung Blutbildung, Abwehr EDTA- Blut 3550, 3551 4,67
2 Glukose Diabetes NaF-Blut 3560 2,33
3 Insulin Diabetes Serum 4025 14,57
4 HOMA-Index, AIP-Index Insulinresistenz - - -
5 Cholesterin gesamt Fettstoffwechsel, Gefäße Serum 3562.H1 2,33
6 HDL-Cholesterin Fettstoffwechsel, Gefäße Serum 3563.H1 2,33
7 LDL-Cholesterin Fettstoffwechsel, Gefäße Serum 3564.H1 2,33
8 Triglyceride Fettstoffwechsel, Gefäße Serum 3565.H1 2,33
9 HDL/LDL-Index Fettstoffwechsel, Gefäße - - -
10 CRP Gefäßrisiko Serum 3741 11,66
11 Leptin vermin. Hungergefühl Serum 4069 43,72
12 Adiponektin Insulinsensitivität Serum 4069 43,72